Neapel ist einzigartig und voller Gegensätze. Der Verkehr ist chaotisch und laut, die Gassen dunkel und zugemüllt. Und doch zieht einen der Charme der Stadt auf magische Weise in den Bann. Neapel ist authentisch und ehrlich. Es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten und Kirchen, die man besichtigen kann, spannende Untergründe, die es zu entdecken gilt und unfassbar leckeres Essen, das man sich nicht entgehen lassen darf!

Die Heimat der Pizza

Berühmt ist Neapel für ein Gericht – die Pizza! Die beste neapolitanische Pizza isst man angeblich in der Pizzeria L’Antica Pizzeria da Michele. Wegen des großen Andrangs muss man vor der Pizzeria aber so gut wie immer anstehen. Wenn man nicht darauf besteht, drinnen zu sitzen, kann man seine Pizza auch mitnehmen und to-go essen. Ungewöhnlich: Nach einer Speisekarte sucht man in der L’Antica Pizzeria da Michele vergeblich, denn es gibt gerade mal zwei Sorten Pizza: Pizza Margherita und Pizza Marinara.


Keine Lust auf endlose Schlangen? In Neapel eine schlechte Pizza zu finden ist fast unmöglich – also kannst du auch getrost einer anderen Pizzeria einen Besuch abstatten und dir deine Pizza schmecken lassen. Haben wir übrigens auch so gemacht 🙂

Eine Reise in die Vergangenheit

Zwei Ausflugsziele, die man sich während des Neapel-Besuchs auf keinen Fall entgehen lassen darf, sind die antike Stadt Pompeji und der Vesuv.

Vesuv

Der Vesuv ist der einzige aktive Vulkan auf dem europäischen Festland und befindet sich nur rund 9 Kilometer von Neapel entfernt. Der bekannteste Ausbruch des Vulkans fand im Jahr 79 n. Chr. statt, bei dem die Stadt Pompeji komplett unter Schutt und Asche begraben wurde.

Bei der Planung eures Ausflugs auf den Vesuv solltet ihr am besten die Wetteraussichten im Auge behalten. Bei klarem Wetter hat man vom Gipfel eine Sicht über den kompletten Golf von Neapel. Wenn es hingegen wolkig oder trüb ist, gibt die Sicht nicht so viel her 😀 (siehe Foto). Außerdem kann es sein, dass der Zugang zum Krater bei schlechten Wetterbedingungen sogar komplett gesperrt ist. Wichtig: Denkt daran, eine Jacke einzupacken! Auf dem Krater ist es oft windig und einige Grade kälter als unten in der Stadt.


Den Krater des Vesuvs erreicht man in zwei Etappen. Der erste Streckenabschnitt erfolgt per Auto oder Bus über eine schmale und kurvenreiche Straße. Während der Fahrt hat man einen atemberaubenden Ausblick über die weitläufige Landschaft.

Während für Autofahrer bereits zwei Kilometer vor dem Gipfel Schluss ist, dürfen Shuttle-Busse bis auf 1000 Meter Höhe weiterfahren. Am Parkplatz erfolgt der Eintritt zum letzten Streckenabschnitt, der zu Fuß gemeistert werden muss. Aber keine Sorge: Der Weg ist trotz Schotter gut begehbar und in rund 20-30 Minuten Fußweg hat man das Ziel – den Gipfel des Vesuvs – erreicht und wird mit einem Blick direkt in den Krater belohnt 🙂

Pompeji

„And the walls kept tumbling down in the city that we love“

In ihrem Song „Pompeii“ singt die britische Band Bastille über die Zerstörung der gleichnamigen antiken Stadt im Jahr 79 n. Chr. Pompeji gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in der italienischen Region Kampanien und wird oft in Kunst und Literatur rezipiert. Heute sind rund zwei Drittel der ehemaligen Stadtfläche ausgegraben und ein Drittel kann besichtigt werden.


Ein Ausflug in die Ausgrabungsstätte von Pompeji zeigt, wie der Alltag vor fast 2.000 Jahren ausgesehen haben muss. Beim Besuch der Ruinen erwarten euch jede Menge faszinierende Orte und kleine Details, die spannende Geschichten aus einer vergangenen Zeit erzählen.

Tipp: Nehmt für den Ausflug auf jeden Fall Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung mit und cremt euch am besten im Voraus ein. Einen kleinen Einblick in das Leben in der antiken Stadt erhascht ihr in 2-3 Stunden, wenn ihr jedoch selbst auf Erkundungstour gehen und Pompeji auf euch wirken lassen möchtet, dann solltet ihr einen ganzen Tag einplanen.